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Spielerisch sein Potenzial entfalten, Susanne beim Malen©Reinweiß by Susanne Reinhold

Spielerisch sein Potenzial entfalten (Gastbeitrag von Dr. Nando Stöcklin)

Spielerisch sein Potenzial entfalten, in einer digitalisierten Welt. Dazu habe ich Dr. Nando Stöcklin befragt. Er bereichert dieses Thema, mit seinen Forschungen und Erkenntnissen aus vielen Jahren Erfahrung. Schön, dass Du Dir Zeit nimmst, Danke!

Susanne: Ich habe Dich beim „Spiel Dein Leben-Kongress“ kennen gelernt. Für mich steckt bereits in dem Titel, so viel Freiheit und Kreativität. Wie bist Du bzw. Ihr darauf gekommen? Wie war Dein /Euer Weg dorthin?

Nando: In meiner Doktorarbeit habe ich mich der Frage gewidmet, wie sich spielerische Elemente in den Unterricht integrieren lassen, um den Vorteil des Spielens in der Schule nutzbar zu machen. Bald realisierte ich, dass alle entsprechenden Ansätze schwierig sind, weil sie immer in einem fremdbestimmten Rahmen stattfinden. Spielen ist das Gegenteil von Fremdbestimmung.

Spielen ist das, was unserem Innersten entspringt. Deshalb beschäftigte mich dann die Frage, wie sich das Leben spielerisch gestalten lässt. Eine zweite Doktorarbeit schreiben wollte ich nicht. So organisierten Anna, meine Frau, und ich den Online-Kongress und luden spannende und inspirierende Expertinnen und Experten ein, von denen wir sehr viel lernten.

Susanne: Was war Deine wichtigste Frage im Leben? Und wie hast Du sie beantwortet bekommen?

Nando: Meine Antwort ist sicherlich geprägt durch mein aktuelles Suchen. Aktuell ist meine zentrale Fragestellung, was Menschen brauchen, um ihr Potenzial entfalten zu können. Zum gegenwärtigen Stand bin ich überzeugt, dass Spielen hierbei DER Zentralschlüssel ist.

Susanne: Spielerisch sein Potenzial entfalten, in einer digitalisierten Welt. Das klingt sehr weit, plastisch, viel Technik, für die meisten unvorstellbar. Werden jetzt alle Onlineunternehmer? Was bedeutet dies, für jeden einzelnen Menschen?

Nando: Der Fokus dürfte sich verschieben. Oberste Priorität dürfte nicht mehr sein, ein sicheres Einkommen zu haben. Das mündete in der industrialisierten Welt in Lohnarbeit. Lohnarbeit bedeutet für die Arbeitnehmenden, Leistungserwartungen von Dritten zu erfüllen. Das wandelt sich. Bereits jetzt wollen viele junge Menschen vor allem eins: Ihre Leidenschaften leben. Dazu ist das Internet sehr hilfreich, weil sich über das Internet viel leichter Menschen finden lassen, die am Produkt der individuellen Leidenschaft interessiert sind, als lokal.

Das muss aber nicht heissen, dass nun Alle Onlineunternehmer sein müssen. Beispielsweise über ein Crowdfunding kann das Internet ebenfalls genutzt werden. Die übrige Arbeit kann dann ganz ohne Internet funktionieren. Und selbstverständlich funktionieren auch die traditionellen Wege noch immer, beispielsweise als Bildhauer die Leidenschaft leben. Das geht komplett offline, auch wenn das Internet hier zusätzlich unterstützen kann.

Susanne: Wir haben momentan in Deutschland Schulen aus dem 19. Jahrhundert, Lehrer aus dem 20. Jahrhundert und Schüler aus dem 21. Jahrhundert. Schulen könnten „Häuser des Lebens“ werden. Viele Alternative Schulen, haben gute Ansätze in Richtung spielerische Potenzialentfaltung. Die große Masse allerdings, wird weiterhin für diese Leistungsgesellschaft vorbereitet und ausgebildet. Was kann hier jeder einzelne tun oder auch betroffene Eltern?

Nando: Das Schulsystem ist enorm komplex und gesellschaftlich tief verankert. Das macht es sehr träge. In meinen Augen ist es sinnvoller, dass alle Beteiligten bei sich im Kleinen nach einem Optimum trachten, als versuchen das ganze System zu ändern. Je nach Wohnort und Familienstruktur kann das Optimum unterschiedlich aussehen.

Die einen haben Glück und es befindet sich eine private oder staatliche Schule in der Nähe, die dem Spielen möglichst viel Zeit einräumt. Andere leben in einem Gebiet, in dem Homeschooling erlaubt ist. Weiter können alle Beteiligten – egal ob Eltern, Lehrpersonen, Schulleiterinnen und Schulleiter und Behörden – darauf achten, Kinder möglichst frei sich entwickeln zu lassen und möglichst wenig auf Leistung zu trimmen.

Susanne: Die Kunst von dem zu leben, was einem die meiste Freude macht. Was war Deine größte Hürde?

Nando: Ich bin nach wie vor in diesem Prozess. Das geht nicht von heute auf morgen, da darf man sich auch keine Illusionen machen. Wer aber bei sich und seiner Leidenschaft ist, empfindet einen Sog, der einem hilft, Herausforderungen auf dem Weg zu meistern. Ich habe vom Spiel zwölf Elemente abgeleitet, die auf das Leben übertragen werden können. Diese helfen Menschen, diesen Übergang von der Leistungsorientierung zur Orientierung an der individuellen Einzigartigkeit zu meistern.

Meine größte Hürde dabei ist das Element „Erwartungen von Dritten gehen dich nichts an“. Zwar kann ich mich mittlerweile recht gut von Erwartungen aus meinem nächsten Umfeld abgrenzen. Aber manchmal lasse ich mich noch immer irritieren von einem destruktiven Kommentar von Menschen, die ich nicht kenne. Da muss ich noch an mir arbeiten.

Susanne: Das Element „Erwartungen von Dritten gehen dich nichts an“, damit habe ich auch meine Herausforderungen. Wir alle dürfen an uns arbeiten. Erwartungen können allerdings auch vom System, Staat oder von einem Konzern kommen, während dieser Übergangszeit. z.B. die Schulpflicht oder Umsatzzahlen erhöhen. Wie sieht es damit aus?

Nando: Ja, wir befinden uns momentan im Übergang von der Industrie- zur Digitalgesellschaft. Viele Strukturen sind noch alt. Wir können aber bewusst das Neue suchen. Beispielsweise kann der Schulpflicht entgangen werden durch einen Umzug in ein anderes Land. Zum Glück gibt es in Europa ja nur zwei Staaten mit einer Schulpflicht, Deutschland und Schweden.

Und wir können uns beispielsweise beruflich selbständig machen, um dem Wachstumsstreben von Unternehmen zu entgehen. Wir haben die Wahl, ob wir im alten oder im neuen System leben wollen, auch wenn es je nach Lebensumständen einfacher oder schwieriger sein kann, sich von den alten Strukturen zu lösen.

Susanne: Digitales Zeitalter. Meine Arbeit, wie beispielsweise das Nähen und Malen, ist ja nun sehr handwerklich geprägt. Mir ist es wichtig mit den Händen etwas zu erschaffen. Beim Malen entstehen neue Welten aus dem inneren. Außerdem handelt es sich um individuelle Einzelstücke. Wenn wir fortan, solche Handwerksarbeit von Maschinen erledigen lassen, geht da nicht ein wesentlicher Teil der menschlichen Schöpferkraft verloren?

Nando: Computer übernehmen nicht alle Tätigkeiten. Sie übernehmen vor allem Routinetätigkeiten, also Tätigkeiten, die sich immer und immer wiederholen und sich leicht einem Algorithmus beibringen lassen. Das ist der erste Teil der Antwort. Dann gibt es einen zweiten Teil: Klar, man kann auch einem Algorithmus beibringen, zu malen oder zu nähen.

Rein handwerklich betrachtet, schaffen digitale Geräte das. Das Resultat ist aber entseelt. Es ist einem Algorithmus entsprungen und widerspiegelt nicht die Einzigartigkeit eines Menschen. Ein Algorithmus kann nicht das malen, was deinem Innersten entspringt. Das kannst nur du.

Susanne: BewusstSein im Alltag. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit ganzheitlicher Hausreinigung. Ich habe herausgefunden, dass wir mit solchen einfachen Tätigkeiten, wie das Aufräumen und Putzen, im Alltag genug Situationen haben, in denen wir bewusst schöpferisch tätig sein können und uns Selbst begegnen. Was sagst Du dazu?

Nando: Da bist du bestimmt tiefer in diesem Thema drin. Aus meiner Sicht gibt es durchaus einen Zusammenhang zwischen Innen und Außen. Für mich spannend ist die Tatsache, dass Kinder oftmals im Außen spielen, was sie im Innen beschäftigt. Sie durchleben spielerisch zum Beispiel eine beängstigende Situation, die sie erlebt haben und verarbeiten sie so. Sie bringen sie so „in Ordnung“.

Susanne: Unser Umfeld prägt uns und umgekehrt. Beim Aufräumen, Ausmisten und Ordnen im Haus, begegnen wir auch viel altem Kram und Themen, die wir gerne vor uns herschieben oder liegenlassen. Viele Menschen stecken in einer Art Schleife fest. Wie können wir hier spielerisch werden?

Nando: Mein Ansatz ist, die Leidenschaft zu leben. Wer die Leidenschaft lebt, verliert das Interesse an Dingen, die wir nicht mehr benötigen. Wir sind im Hier und Jetzt. Wir brauchen keine Ersatzbefriedigungen und hängen unser Herz nicht an allerlei Dinge aus der Vergangenheit. Die Leidenschaft zu leben ist nichts Anderes als Spielen.

Susanne: Wir leben in der Dualität und alles hat auch seine Schattenseiten. Wir sprechen von künstlichen Intelligenzen und Maschinen. Gibt es bereits Tendenzen oder problematische Ansätze, inwieweit sich diese Dinge eher negativ auf den Menschen und die Natur auslegen? (Z.B. die Mediensucht oder Informationsflut)

Nando: Veränderungen bringen typischerweise positive und negative Aspekte mit sich, genau wie du schreibst. Mediensucht, Informationsflut oder auch Beschleunigung können negative Aspekte der digitalen Transformation sein. Wichtig hierbei ist der bewusste Umgang. Wer mit dem industriell geprägten Mindset in die digitale Transformation rein geht, wird die negativen Auswirkungen spüren.

Wer meint, Leistung erbringen zu müssen, schlittert voll in die Beschleunigung rein. Wer seine Leidenschaft nicht leben kann und in sozialen Netzwerken aktiv wird, läuft Gefahr, sich dort Befriedigung zu suchen und mediensüchtig zu werden. Es ist heute vermutlich noch wichtiger als vor 50 Jahren, die Leidenschaften zu leben!

Susanne: Kinder entdecken spielerisch ihre Umwelt. Wir hatten damals noch Holzspielzeug, Puppenstuben zum Spielen und waren viel draußen. Wenn ich mir heute die meisten Kinder (auch meine) anschaue, blicke ich etwas wehmütig auf diese Zeit zurück. Was ist mit den vielen Videospielen, Konsolen und Simulationsprogrammen?

Nando: Das ist ein großes Thema, das ich mit meiner Antwort nur kurz anreißen kann. Wichtig scheint mir, dass Kinder das spielen können, was ihrem Innersten entspringt. Vielem Spielzeug ist ein Zweck mitgegeben, oft gar eine Leistungserwartung. Die Holzklötze in verschiedenen Formen gilt es durch die entsprechend geformten Löcher im Holzwürfel zu stecken. Zeigen Erwachsene dem Kind, was mit dem Spielzeug erwartet wird, kann es nicht Frei spielen.

Das ist leider die Regel und auch ich habe das bei unserem älteren Sohn so getan. Umgekehrt entdeckt ein Kind vielleicht von sich aus die Spielmöglichkeit, die dem Spielzeug als Leistungserwartung bei haftet und findet es total spannend, das richtige Loch für den richtigen Klotz zu finden, ganz ohne Beeinflussung durch Erwachsene oder andere Kinder. Dann ist das genau die Herausforderung, die dem Kind zu dem Zeitpunkt entspricht. Ein und dieselbe Tätigkeit, aber mit unterschiedlichem Ergebnis.

Für Videospiele und Konsolen gilt dasselbe. Wenn sich Kinder und Jugendliche ganz frei dafür entscheiden, kann die dortige Herausforderung genau dem entsprechen, was sie gerade jetzt brauchen, um das zu entwickeln, was in ihnen veranlagt ist. Das Computerspiel ist dann genau so lange spannend, bis die nächste Herausforderung dem Innersten des Kindes entspringt und es sich vom Computerspiel abwendet.

Stürzt sich der Jugendliche aber auf die Konsole, weil es das nicht ausleben kann, was seinem Herzen entspringt oder weil es aus anderen Gründen seine psychischen Grundbedürfnisse nicht stillen kann, dann ist das Computerspiel eine Ersatzbefriedigung und es besteht erhöhte Gefahr für Sucht.

Susanne: Was möchtest Du abschließend den Menschen noch mitgeben?

Nando: Wichtig ist mir eine Sache: Spielen ist der Urzustand des Menschen. Müssen Kinder nicht Erwartungen von außen erfüllen, spielen sie. Und: Dasselbe gilt für Erwachsene. Nur weil wir als Kinder gelernt haben, dass Erwartungen von anderen wichtiger sind als unsere eigenen Leidenschaften, dass wir etwa zuerst die Hausaufgaben machen sollen und erst dann spielen können, sind wir bereit, als Erwachsene ein Leben lang in einer Fabrik Tag für Tag dieselben langweiligen Handgriffe zu machen oder in einer Behörde ohne gesunden Menschenverstand Akten abarbeiten.

Dabei vergessen wir, wozu wir Menschen auf der Erde sind: Um zu leben! Während der industrialisierten Zeit war diese Leistungsorientierung zentral. In der digital geprägten Gesellschaft ist es nicht mehr notwendig, Menschen auf Leistung zu trimmen.

Susanne: Und wo finden wir Dich?

Nando: Bei spieldeinleben.ch unterstütze ich Eltern, sich von der Leistungsorientierung zu lösen und wieder ins Spiel zu finden, ihren Leidenschaften zu folgen. Beispielsweise helfe ich ihnen, ihre Leidenschaft wieder zu entdecken, denn die meisten Erwachsenen haben sich so weit von sich entfernt, dass sie diese nicht mehr kennen.

Logo spiel dein leben    nando_stoecklin, Gastbeitrag bei Susanne Reinhold 

Dr. Nando Stöcklin, zu Gast bei Susanne Reinhold ~ Herzlichen Dank dafür!


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Minimalismus zu Hause, Weinbergschnecke trägt ihr minimalistisches Zuhause immer mit ©Reinweiß by Susanne Reinhold

Minimalismus zu Hause

„Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche.“ (Sokrates)

Das Buch, dass mich auf meinem Weg weitergebracht hat, war unter anderem „Feng Shui, gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston. Am wesentlichsten war allerdings für mich, die Befreiung von Gerümpel und das Ordnen und Sortieren unliebsamer Dinge. Obwohl Minimalismus (englisch: Minimal-Art) eigentlich aus der Kunst kommt und sich dort bereits versuchte abzusetzen von anderen Kunstrichtungen, hat dieses Phänomen auch im Einrichten von Wohnungen Anklang gefunden. Interessanterweise strebt Minimalismus in der Kunst, nach schematischer Klarheit, Logik und Entpersönlichung. So gilt es seit einigen Jahren, auch als Wohntrend und als Lebensstil umzusetzen. Aber ist das dann wirklich meins?

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Putzutensilien, Putzen ein Schulugsweg nach innen ©Reinweiß by Susanne Reinhold

Putzen ~ ein Schulungsweg nach innen

„Lebenskunst besteht darin, die eigene Natur mit der eigenen Arbeit, in Einklang zu bringen.“ (Zitat von Luis Ponce de Léon)

Wenn wir unseren Weg gehen, dann ergeben sich die Erkenntnisse erst im Nachhinein und eher selten, direkt. Im Grunde verstehe ich erst heute, warum in meinem Leben das Putzen und „Reine machen“, eine wichtige Rolle spielt. Heute betrachte ich es, als (m)ein Schulungsweg nach innen. Das Putzen hat sehr viel mit Gemeinschaft zu tun. Nicht nur in Geschäften, Einrichtungen, Arbeits- und Wohngemeinschaften, Schulen und Familien, ist Reinigung wichtig, sondern auch in einem Single Haushalt. Sicher putzt ein Mensch, der alleine wohnt, gewissermaßen für sich, aber letztlich doch oft, damit er ungeniert auch Gäste empfangen kann. Das Ordnen und Saubermachen hat somit direkt, etwas mit unserem Sozialen zu tun. Hausarbeit und vor allem die Reinigungsarbeiten, machen einen bedeutenden Teil des Lebens aus und tragen zur Widerherstellung und Erhaltung lebensfreundlicher Umstände bei.

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Eisblatt, Ordnung und Chaos in der Natur, Ordnung ist das ganze Leben ©Reinweiß by Susanne Reinhold

Ordnung ist das ganze Leben

Der Mensch denkt, er müsse dem vermeintlichen Chaos auf der Erde seine eigene Ordnung aufzwingen, da aber die Welt ihre eigene Ordnung hat, in welche der Mensch so nicht hinein passt – stürzt er die Welt von der natürlichen Ordnung ins Chaos. Das Gute und Traurige dabei ist, dass der Mensch seinen eigenen Untergang herbeiführt – es merkt – und trotzdem so weitermacht. (Zitat von Christian Farda)

Ordnung ist das ganze Leben. In der heutigen Zeit glauben wir oft, es sei eher schick, im Chaos zu leben. Chaos ist der Ausdruck von Kreativität und Phantasie und beherrscht die Kunst, sein Leben zu meistern. Ordnung ist Langweilig, minimalistisch, menschlich und eigentlich etwas Subjektives. Lange Zeit habe ich das Zitat gepflegt, „Ordnung ist das halbe Leben“ und mich gerne zu den Ordentlichen gezählt. Obwohl mein Leben ein einmaliges Chaos ist. Ich wage ein Wortspiel mit der Ordnung…

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Mensch Sein, Freier Mensch mit Muscheln in den Sand gelegt© Reinweiß by Susanne Reinhold

Mensch Sein

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ (Weisheit aus Afrika)

Momentan ist gerade viel los auf der Erde. Mich erreichen Nachrichten, die geradezu das Schlimmste prophezeien und es herrscht Weltuntergangsstimmung. Dies soll allerdings nicht Inhalt dieses Beitrages sein. Wir erleben eine Zeit, in der unser wahrhaftig, reines „Mensch sein“, mehr gefragt ist, denn je. Unser Anteil an dieser Stimmung ist, ob wir uns von solchen Beiträgen und Nachrichten, runterziehen lassen. Gerade vor kurzem enthüllte sich vor meinen Augen ein Schleier, über eine sehr bekannte Buchserie. Diese Enthüllung wies mich ganz deutlich darauf hin, wie wichtig es ist, unseren Geist sauber zu halten. Was ja auch zum „reinen“ Mensch Sein gehört.

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Rückspiegel, die Vergangenheit annehmen - ©Susanne Reinhold

Die Vergangenheit annehmen

„Das Leben, kann nur in der Schau nach Rückwärts verstanden, aber in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“ (Zitat von Søren Kierkegaard)

Wie leicht nehmen wir gegenüber den vermeintlichen Fehlern und dem Unglück in der Vergangenheit, eine negative Haltung ein. Wenn wir in den Rückspiegel unseres Lebens schauen, entdecken wir Berge & Täler. Wir alle kennen Formulierungen wie: „Hätte ich nur Dies oder Das gemacht…“ oder „wäre ich damals lieber so vorgegangen…“. Die Vergangenheit annehmen heißt, den Weg im Jetzt zu akzeptieren, für den wir uns damals entschieden haben. „Dieser Mensch, hat mir Dieses oder Jenes angetan…“ oder „Ich hatte eine schwere Kindheit und deshalb bin ich so….“, sind Sätze die wir auch zu Gute kennen oder die wir erzählt bekommen. Die Vergangenheit annehmen heißt, all das den Menschen und Seelen zu vergeben, was sie uns scheinbar angetan haben.

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Reine Motivation, von innen, Bauminnenleben - ©Susanne Reinhold

Reine Motivation

„Es gibt nur zwei Arten zu leben. Entweder so als wäre nichts ein Wunder oder so als wäre alles ein Wunder.“ (Zitat von Albert Einstein)

Aufgrund der momentanen Zeitqualität, stehen wir Menschen unter einem enormen Druck uns Weiterzuentwickeln. Jedenfalls glauben die meisten Menschen das und die reine Motivation, ihrer unbefriedigten Bedürfnisse, entsteht aus einem empfundenen Mangel heraus. Wir sehen diese Auswirkungen auch in anderen Bereichen, beispielsweise in der ständig, wachsen-wollenden Wirtschaft. Hier ist die Beseitigung jeglichen Mangels, reine Motivation, für die weltweite Expansion.

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Bedingungslose Liebe - Einheit fließen lassen, ein Fluss sein - ©Susanne Reinhold

Bedingungslose Liebe ~ Einheit

„Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und dennoch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.“(Zitat von Mahatma Ghandi)

Das höchste und lohnendste Ziel, das alle überstrahlt, ist bedingungslose Liebe. Dieses Prinzip verlangt von uns, dass wir uns sowohl als Seelen und auch Teil im Großen Ganzen sehen. Urteilsfreies, wahres lieben, ist die Transformation aller Dinge und Situationen, Menschen, Wesen und Energien. Alles kann in dieser Liebe angeschaut und umgewandelt werden. Diese Liebe ist echt, wahrhaftig und kennt kein Gegenteil. Andernfalls, schöpfen wir unser Leben, mit unseren Worten, Gedanken und Taten, Segnungen und Absichten. Zudem beeinflussen wir Ereignisse, Beziehungen, Gelegenheiten, finanzielle Möglichkeiten, die Schwingung in unserem Haus usw. Entsprechend sind wir schöpferisch! Die höchste Form des Schöpfens ist bedingungsloses Lieben. Wenn wir von dieser Liebe erfüllt sind, schaffen wir eine neue Wirklichkeit, egal unter welchen Umständen, wir gerade leben. Das Tor dafür ist, der gegenwärtige Moment.

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Kraftplatz Wald

Reiner Kraftplatz ~ der Wald

„Der Wald gehört zu den besten Tankstellen, wo man seine Batterien wieder aufladen kann.“(Zitat von Ernst  Ferstl)

Wenn ich damals als Kind hätte auswählen können, in welchen Kindergarten ich gehen möchte, wäre ich sicher in einen Wald Kindergarten gegangen. Diese mussten allerdings erst erfunden werden. Zu meiner Kindheit gab es diese Einrichtungen noch nicht. Übrigens waren wir in unserer „Freizeit“ sowieso meistens unterwegs in Wald und Wiesen, bauten Wurzelhäuschen für die Elfen und die kleinen Indianer Puppen, kletterten auf Bäume, untersuchten Ameisenhaufen, aßen Kräuter, sammelten Pilze, bauten Unterschlüpfe,… Der Wald ist ein reiner Kraftplatz der Inspiration. Es gab keine Langeweile, nur Ideen und Grünes, Holziges, Moos, Zapfen, Blumen und Tiere. Dieser Kontakt mit der Natur, ist ein Paradies für die Seele. 

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Reine Dankbarkeit, es liegt in unserer Hand©Susanne Reinhold

Reine Dankbarkeit

„In einem dankbarem Herzen, herrscht ewiger Sommer.“ (Celia Layton Thaxter)

Das Prinzip der reinen Dankbarkeit, ist eines der wichtigsten Bausteine im Leben. Als Kinder wurde es uns eher antrainiert, wie eine Benimm-Regel. Immer wenn wir etwas bekommen haben, wurde deshalb ein „Danke“ erwartet. Wenn dies nicht gleichkam, halfen die Erwachsenen mit einem „Was sagt man da?“ oder „Wie heißt das?“ nach. Diese Erwartungshaltung, ist heute noch weit verbreitet unter den Menschen. Diese Haltung muss gar nicht geäußert werden, viele nehmen diese auch innerlich ein, was entsprechend zu Groll führt. Dank einzufordern ist deshalb genauso halbherzig, wie die Undankbarkeit selbst. Deshalb wäre ein spontanes und ehrlich gemeintes ~ Dankeschön! ~ schon die liebevollste Geste überhaupt.

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