Kraftplätze

Reiner Kraftplatz ~ die Berge

Kraftplatz Berge © Reinweiß by Susanne Reinhold

„Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“ (Zitat von Johann Wolfgang v. Goethe)

Als Kind bin ich eher im Flachland aufgewachsen. Wir hatten eine gute Autostunde bis ins nächste Gebirge und schon damals empfand ich die Höhenluft anders. Die Ausflüge ins felsige und steinige, hatten Charakter von Urlaub und Abenteuer, von Weite, von Nähe und Sorgen da lassen. Die Berge sind ein Kraftplatz! Ich habe diese Zeit sehr genossen, vor allem, wenn auch noch Wasser dabei war. Ein Bergsee, ein Weiher oder ein Stausee… 

Später als Erwachsene, durfte ich auch die sogenannten drei Tausender sehen und kennenlernen. Und das war für mich schon so überwältigend, obwohl es noch viel höhere Berge gibt auf der Erde. Dort spürte ich noch mehr Kraft, die vom Hochgebirge ausging.

Ich spürte Freiheit, Beständigkeit, Stille, Frieden und auch Weitblick. Aber nicht in der Hektik, sondern auf ruhigen Wanderungen, Steigen und im Winter auf den Abfahrten. Sobald Leistung dazu kommt, kann der Berg wie ein Feind wirken, den es zu bezwingen gilt. Und dann bist du mit Scheuklappen unterwegs, quälst dich bis zum Gipfel ohne Pause oder schrubbst Pistenkilometer für dein Ego. Die Kraft ist nur im Einklang spürbar. Die Energie ist nur im Einklang spürbar. Halte inne, höre hin, fasse an, atme ein, spüre rein, was die Energie mit dir macht. In solch einem Moment, entstand auch dieses schöne Foto in Tirol, mit der weißen Pracht.

Berge haben eine höhere Schwingung. Berge haben eine besondere Energie. Sie erzählen uns beispielsweise Geschichten und geben uns Kraft. Sie geben uns Hoffnung und einen anderen Blick, einen Weitblick auf unsere Sorgen. So können neue Ideen fließen, neue Lösungen finden Raum und die Luft macht unseren Kopf frei. Ein reiner Kraftplatz.

Berge haben für mich etwas Starkes, Standhaftes und Ehrfürchtiges. Vor allem, wenn man mal ein Berggewitter miterlebt hat. Man sucht Schutz in einer sogenannten Schutzhütte, selbst diese, kann im Sturm und Braus zerschellen. Allerdings haben Berge auch etwas Verletzliches. Wie beispielsweise, Bergsteiger die nicht mehr heimkehren, Gletscher die schmelzen und Lawinen, die alles begraben. 

Dieses Zitat von Goethe bringt es einfach auf den Punkt, dass wir die Schüler sind. Wenn wir uns als solche akzeptieren, können wir uns mit der ganzen Kraft und der hohen Schwingung dieser Meister aufladen, die uns die Natur durch die Berge bereithält. Schade, dass wir uns oft für die Meister halten und somit auch keine Entscheidungen treffen können, die im Einklang mit diesen wunderschönen Kraftplätzen stehen. Ich danke auch dir, für deine Einsicht!

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