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Reine Betrachtungsweise

Betrachtungsweise, mein Weg ist das einzige, was existiert © Reinweiß by Susanne Reinhold

„Die ganze Welt liegt im Auge des Betrachters. „ (Zitat von Robert Maly)

Reine Betrachtungsweise – Im Auge des Betrachters, liegt die ganze Welt! Dies bedeutet, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, das wächst und bekommt Energie. Das Phänomen mit den werdenden Müttern konnte ich selbst erleben. Erst wenn ich mich selbst mit diesem Thema auseinander setze oder schwanger bin, sehe ich in meinem Umfeld nur noch werdende Mütter. Folglich richtet sich unsere Wahrnehmung, an werdende Mütter. Oder beispielsweise, eine bestimmte Urlaubsreise an einen besonderen Ort steht an, plötzlich fällt dir auf, wieviel Informationen dir über diesen Ort zugetragen werden. Menschen erzählen dir, wer alles schon dort war oder auch hin möchte. Demnach ist die Welt des Betrachters, eine Welt für „sich“. Reine Betrachtungsweise. Dies kann positiv oder auch negativ sein. …

Vor einigen Jahren hatte ich dazu ein spannendes Erlebnis, was noch nicht in meiner Wahrnehmung lag. Erstmalig, wurde ich in einem Vorstellungsgespräch von einem Personaler gefragt, wo denn mein roter Faden im Lebenslauf wäre. Er sehe keinen. Einen kurzen Moment hielt ich inne…. 

Er wollte von mir die engagierte Sachbearbeiterin, mit 20 Jahren einschlägiger Berufserfahrung in gefragten Unternehmen. Ich wusste genau, dass ich diesen Lebenslauf nicht liefern konnte. Bis dato war ich nicht länger als drei Jahre in meinen Jobs, oder auch in ehrenamtlichen Aufgaben/ Ämtern unterwegs. Ich wusste, dass ich ein bunter Vogel war, der überall hinflog, kurze Verweildauer und dann weiter zog. Keine Flucht, eher Langeweile oder andere Einsichten.  Auch die Anpassung an meine Lebenssituation speziell als Mutter, spielten ebenso eine Rolle. Weil ich eine Abenteurerin bin, war ich daher immer auf der Suche nach meinem richtigen Arbeitsplatz. Übrigens fühlte ich diese Rastlosigkeit, trotzdem war ich zufrieden.

ich habe mich immer für die Menschen eingesetzt, gab ich zur Antwort. Also selbst verblüfft über den Satz, lief alles ab wie ein innerer Film. Das war mein roter Faden. Als Kind hatte ich schon dieses tiefe Bedürfnis, weil ich den Menschen helfen wollte. Deshalb, lebte ich es bereits in Stationen im Krankenhaus und beim Kinderarzt aus. Später kämpfte ich für bessere Arbeitszeiten als Lehrling in einem Handwerksbetrieb. Ich schrieb ein Programm für eine einfachere Personalverwaltung als Angestellte und setzte mich für Familienfreundliche Arbeitsbedingungen in einem Konzern ein. 

Nun saß ich da und die Betrachtung meiner bunten Laufbahn, hatte den Personaler nicht überzeugt. Dort sollte es auf keinen Fall für mich weiter gehen. Folglich hätte ich die für mich unglückliche, trockene Büroarbeit erledigt. Alles war genau aufgeteilt in Kategorien und einzelnen Büros. Die kreativen Aufgaben, waren bereits vergeben. Mich hat dieses Gespräch noch lange beschäftigt, bis ich zu dem Punkt kam, als ich endlich losgelassen habe.

„Im Auge des Betrachters, liegt die ganze Welt“ 

Reine Betrachtungsweise. Im Auge meiner Betrachtung, ging es mir nun um folgende Fragen. Diese Fragen kannst Du universell für jedes Thema anwenden und selbst deine Antworten dazu finden.

1.) Was ist meine Welt? Was will ich wirklich?

Wichtig für diese Frage ist, was du von der Welt überhaupt denkst.

Die Welt ist voll mit Möglichkeiten. Die Möglichkeiten, sind grenzenlos. Für mich gibt es keinen vorgefertigten Beruf und auch keine vorgefertigte Stelle. Jeder ist wichtig und ein Teil des großen Ganzen. Deshalb, gibt es auch für mich etwas zu tun. Ich möchte meine Vielseitigkeit leben, also viel Zeit für meine Bedürfnisse haben und mehr von dem tun, (nur noch das tun) was mir Freude bereitet und meine Seele nährt. Ich liebe kooperative Ansätze, möchte kreativ sein und Sinnvolles erschaffen. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass jeder seine Stärken leben könnte.

2.) Wer bin ich? Und was, hat das mit meiner Welt zu tun?

Wichtig für diese Frage ist, was du über dich selber denkst.

Ich bin ewiges, unendliches Bewusstsein, was eine menschliche Erfahrung macht. Es gibt viele Rollen, die ich in (m)einer Welt spielen kann, bzw. in meinem Auge betrachten kann. Es ist reine Betrachtungsweise. Alles ist möglich und es darf alles sein, wenn ich die Freude meines Lebens dabei habe. Wir sind Schöpfer und Kreative Weltenmacher.

Ich habe erfahren, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, das wächst und gedeiht. Darum sehe ich in meiner Welt, die vielen Möglichkeiten. Ich öffne mich den Chancen. So ist auch mein letzter Job in mein Leben gekommen, weil ich mir über meine Bedürfnisse und Werte klar war. Wir können es auch Berufung nennen, wenn wir dem Ruf des Herzens folgen. Das ist etwas, was sich gestalten muss, mit all unseren Talenten, Vorlieben, Werten, … Mein Weg ist nicht das Ziel. Mein Weg ist das einzige, was existiert.

Das kann für jeden anders sein. Weil jeder seine eigene Wahrheit hat. Jeder hat seine Aufgabe und seine Talente mitgebracht. In der Welt des Personalers von damals, existierte dieser rote Faden nicht. Mein roter Faden ist, mich für die Menschen einzusetzen. Mich für mein Mensch-Sein einzusetzen. Das Schreiben in diesem Blog und das Nähen, sind die ersten Früchte, aus dieser Betrachtung:-) Ich bin dankbar, für die Erfahrung, es wurde mir dadurch bewusst. 

Gerne könnt Ihr mir zu diesem Thema eine Email schreiben. Alles Liebe ~ Susanne


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