SelbstErkenntnis
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Klang des Seins

Klang des Seins, Menschen gehen ihren Weg in die Freiheit©Susanne Reinhold

Kennst Du Deine Melodie? Hast Du auch manchmal einen Song im Kopf, der Dich nicht loslässt? So erging es mir in diesen Tagen mit „The Sound of Silence“. Dieses Lied, wurde in vielen Videos verwendet, um uns die momentane Weltlage und neue Normalität, in Bildern Marketing strategisch zu verkaufen.

Der Originalsong (1964), bringt am stärksten das Hauptthema von Simon & Garfunkel zum Ausdruck, nämlich die Vereinsamung der Menschen in der modernen oberflächlichen Gesellschaft. Er wird von den beiden so weich & sanft gesungen, dass alle jüngsten Cover Versionen, weiterhin in den Schatten stellt. Es erzählt von der Vision eines Menschen, der diese Gesellschaft durchblickt und ihre Mängel erkennt, jedoch daran scheitert, ihr seine Erkenntnis mitzuteilen. Der „Klang des Seins“, ist (m)eine Version oder eine Fortführung, dieser bedeutenden Zeilen.

"Die Erde liegt im Kettenhemd
Menschen vom Herz abgetrennt.
Gut und Böse stehen hier im Ring,
kämpfen, spielen, machen nur ihr Ding.
Alles steht nun vor einer großen Sensation,
hör den Ton-
Es ist der Ruf des Seins.
Voller Kraft geh ich allein,                           
lass mich nicht aufs kämpfen ein.
Nutze einfach jeden Augenblick,
um zu Durchschauen diesen müden Trick.
Jeder Schritt ist ein Stück in meine Mächtigkeit,
die Achtsamkeit-
so wirkt der Blick des Seins.
Ich steig jetzt aus, aus diesem Moor
Menschen folgen, wie im Chor.
Manche sprechen frei im Ring.
Ich lache, danke, bin und sing.
Jedes „BIN“ ist der Weg in die Wirklichkeit,
macht Euch bereit-
auf die Kraft des Seins.
Ich bin jetzt hier, nicht anderswo
hier ist mein Platz und meine Show.
Ich sprenge dieses Passepartout,
in meinem Kopf, genau wie Du.
Und das Freiheitslied klingt weit in die ganze Welt,
der Vorhang fällt - 
im Echo des Seins.
Wir sind Schöpfer und bereit,
zu beenden die Armseligkeit.
Und im Ganzen ergibt alles Sinn,            
Mensch erkenne Dich - mittendrin.                       
Und dieses Sein- geht in die kosmische Geschichte ein,
jeder wird ihn sehn-
unseren goldenen Lichterschein."

(nach der Melodie im Original - "Sound of Silence" von Simon & Garfunkel 1964)

Der Erzähler im Originalsong, erlebt zwei verschiedene Arten von Einsamkeit, die im Gegensatz zueinanderstehen. Einmal ist da die „natürliche Einsamkeit“ der Dunkelheit, in der er allein mit seinen Gedanken und Gefühlen ist. Und im Gegensatz zum klassischen Begriffsinhalt des Wortes ist es hier nicht negativ besetzt, sondern eine persönliche Zuflucht vor der Kälte und Leere der Welt. Die Dunkelheit ist für ihn ein Freund („my old friend“), zu dem er zurückkehrt („to talk with you again“), sich also bei ihr geborgen fühlt.

Wir sind Erzähler und Hauptdarsteller

In dieser Geborgenheit ereilt ihn eine Vision, in der er die andere Einsamkeit kennen lernt. In traumhaften Bildern erfährt er, wie sich diese in der Gesellschaft zeigt. Sie ist die Stille – das Schweigen, von der das Lied handelt . Der Mangel an echter Kommunikation, die Unfähigkeit, zu verstehen und der Verlust der Menschlichkeit. Hier möchte ich mit meiner Version des Liedes „Klang des Seins“ ansetzen, denn die Menschen erkennen das Spiel und kommen in ihre Macht. Dabei nehme ich die Rolle des Erzählers und des Hauptdarstellers ein, wie es ein jeder von uns in dieser Schöpfung ist.

Diese Gesellschaft, die im Song beschrieben wird, lässt an eine geschäftige, moderne Stadt denken („neon light“, „ten thousand people“). Oberflächlich betrachtet ein positiver Gegensatz zur Dunkelheit, aber es ist genau umgedreht. Das Licht ist kalt und feindselig („stabbed“, „split the night“). Alles, was die Menschen tun, ist ohne Inhalt, Zweck und Verständnis. Sie reden und sagen dabei aber nichts aus. Zudem hören sie, ohne darauf zu achten und es zu verstehen. Dies ist der Klang der Stille – des Schweigens. Diese paradox scheinende Phrase drückt aus, wie das Sinnleere sich im Lärm der Massen äußert und so kein Raum für Tiefgehendes bleibt, nur noch das Oberflächliche zählt.

Wir sprengen unsere bisherigen Weltbilder

Mit wenig Text, allerdings Sinn- und Herzerfüllt versuche ich den Kern der Worte „Klang des Seins“ in diese Melodie zu verpacken. Für individuellen Selbstausdruck, gibt es in meiner Version Möglichkeiten, was ich allein durch diese Zeilen und das dazu gehörige Bild aufzeigen möchte. Menschen folgen ihren Visionen und ihrem Herzen. Auch wenn die jetztige Übergangszeit, noch recht chaotisch erscheint, stellen nun viele Menschen die Weichen. Wir sprengen unsere bisherigen Weltbilder – Passepartouts und verbleiben nicht in diesem Zustand („no one dared disturb…“). Zudem beobachte ich immer mehr Selbstbestimmung und die Selbstverantwortung.

Klang des Seins, Menschen gehen ihren Weg in die Freiheit©Susanne Reinhold

Klang des Seins ©Susanne Reinhold

Der Erzähler in „The Sound of Silence“ versucht nun, als Prophet aufzutreten und den Menschen diese Stille und ihre Bösartigkeit bewusst zu machen. Dadurch, dass sich niemand gegen sie auflehnt, wächst sie wie ein Krebsgeschwür und erstickt sie so immer weiter. Deshalb will der Prophet sie dazu bewegen, sich von dieser Selbstauflösung in der Gesellschaft abzuwenden und auf seiner Seite Geborgenheit und Wahrheit zu suchen („that I might teach you“, „take my arms“). Doch es gelingt ihm nicht, sie zu erreichen – die Menschen hören ihm wie allem anderen nicht zu, seine Worte sind nur „silent raindrops“, die nichts bewirken.

Wir haben alle unseren eigenen, individuellen Klang

Für mich ist nie etwas umsonst im Leben. Deshalb zeige ich in der „Klang des Seins“ auf, dass diese Melodie – das Freiheitslied – nun weit in die ganze Welt klingt. Momentan betrifft diesen Umbruch ja jedes Land dieser Erde. Der Vorhang fällt nun überall und es haben genau diese kleinen unscheinbaren Dinge, dazu beigetragen und viele tun es noch. Im Echo des Seins, deutet somit auf jeden einzelnen und individuellen, eigenen Klang jedes Menschen hin. 

Im Originaltext in „The Sound of Silence“ wird deutlich, wie die Menschen („bowed and prayed“) den Ausdrücken des modernen Lebens dienen, die eigentlich von ihnen geschaffen wurden („the neon god they made“). Nun beherrschen diese Götzen sie und berauben sie ihrer Menschlichkeit. Sie warnen sich gegenseitig vor dem Erzähler und dessen Botschaft, um diesen Zustand der Leere und Stille zu erhalten und weiter zu vertiefen.

Ihm entgegen setzen sie die Texte von Graffitis, als ihre wahren Prophetenworte („the words of the prophets are writen on the subway walls“). Diese verstehen sich oberflächlich als Rebellion gegen die Gesellschaft in diesen Neonlicht – U-bahn – Stationen. Allerdings verbleiben sie in dieser Inhaltslosigkeit und sind somit nur eine noch stärkere Form der Stille – des Schweigens. 

Zum Schluss bleibt nur die Selbstermächtigung

Sie machen diese Worte zu ihrer „heiligen Schrift“ und drücken gerade die Sinnentleerung dieser Gesellschaft aus. Als Schlusswort („and whispered in the sound of silence“) wird somit das letztendliche Scheitern des Ich-Erzählers gezeigt. Es verbleibt am Ende – der Klang der Stille.

In den neu formulierten Zeilen „Klang des Seins“, erkennen wir Menschen uns mittendrin als Schöpfer beider Seiten. Unsere Auferstehung – Selbstermächtigung – aus dieser armseligen Lage, lässt uns ganzheitlich handeln. Wir erkennen unsere großartige Schöpfung und Geschichte an. Der ganze Kosmos schaut jetzt auf uns, was wir hier auf der Erde machen und wie wir das mit unserer einzigartigen Kraft bewältigen. Es lässt uns alle zusammenrücken, zusammenhalten und zusammenstehen. In meinem Song gibt es deshalb kein wirkliches Scheitern, sondern nur das letztendliche Strahlen jenes originalen, kosmischen Lichts in uns, an das wir uns alle erinnern.

Alles Liebe Susanne

Hier gibt es den Original Song, wer ihn noch nicht kennt.

Hier gibt es den Original Text

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Telegram Kanal- Reinweiß - Sei Du Selbst ©Reinweiß by Susanne Reinhold

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