Selbsterkenntnis
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Die Kunst der Selbsterkenntnis

Die Kunst der Selbsterkenntnis, der eigene Weg ©Reinweiß by Susanne Reinhold

Heute ist wieder so ein Tag, ein Tag an dem mich etwas zieht, dass mich zurückhalten will. „Das kannst Du doch nicht schreiben? Was sollen die Leute nur von Dir denken.“ Die Kunst der Selbsterkenntnis! Klar, raus damit. Besser wie an mir Selbst, kann ich es Dir nicht erklären. Jetzt schreibe ich schon seit zwei Jahren diesen Blog und ich spüre, wie sich einiges bei mir weiter verändern möchte.

Außerdem spiegelt mir das Leben, einige wichtige Fragen, die ich mir selbst gestellt habe. Sei deshalb gerne dabei, wenn ich mit mir Selbst im Gespräch bin. Das ist ebenso ein Selbstversuch, wie die Erkenntnis, das zu schreiben. Die Kunst der Selbsterkenntnis, ist ein Selbstgespräch.

Hast Du eigentlich alles in weiß?

Das werde ich öfters gefragt. Nein, natürlich habe ich das nicht. Die Tatsache, dass die Menschen das von mir denken, ist viel beunruhigender. Ich trage viele helle Sachen und unsere Wohnung ist hell eingerichtet, aber nicht alles in Weiß. Meine Intension war von Anfang an, eine Empfehlung von Herz zu Herz, kein Dogma. Ich wollte das die Menschen selber spüren, was die Farbe Weiß mit ihnen macht. Das ist ein wunderbarer Erkenntnisprozess. Das Tragen von weißen Sachen, schützt dich nicht vor deinen Themen. Im Gegenteil, da wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.

Wieso nähst du dann alles in weiß?

Eine Zeit lang, habe ich mich wirklich intensiv mit Farben beschäftigt und „weiß“ ist wirklich die höchst schwingende Farbe, die wir praktisch auf der Haut tragen können. Ich schaute nach weißen Stoffen und auch günstigen Einkäufen. Als ich eines Tages in einer caritativen Einrichtung war und dort, alte Laken und Paradekissen für einen sehr geringen Preis bekam, entstanden daraus die ersten Kissen und Taschen. Heute habe ich Kistenweise weiße Stoffe, weil mir die Menschen viel gespendet haben und ich auch eine Menge eingekauft habe. Das Verhältnis zwischen den Stoffen und dem Verkauf, hält sich leider nicht in der Waage. Aber ich habe damals eine Nische gefunden, nämlich das Paradekissen Upcycling.

Wie geht´s Dir damit? 

Na ja, erstens ist „weiß“ nicht jedermanns Sache. Das erfahre ich immer wieder auf dem Künstlermarkt. Auch viele ältere Menschen, denken an ihre weiße Aussteuer zurück, wenn sie meine Kissen sehen, mit den alten Spitzen. Deshalb ist es schwierig, genau die Menschen 1:1 zu finden, die es gerade brauchen und mögen. Und zweitens fehlt mir seit dem ich nähe, ein Nähzimmer. In so einem Zimmer, könnte man leichter den Überblick behalten und auch mal Sachen liegen lassen. Ich nähe am Familien Esstisch und der wird für alles andere auch gebraucht. Das heißt also für mich und mein Nähzeug, immer wieder alles aufräumen. Mein Platz dafür ist momentan der Keller, also immer ein Riesen Aufwand.

Was bedeutet das Nähen für Dich?

Es ist eine schöne Art meine Kreativität schöpferisch auszudrücken. Ich bewundere immer noch Menschen, die sich alles selber nähen können. Ich könnte es auch, aber es zieht mich nicht mehr so sehr, wie vor ein paar Jahren. Das liegt aber in der Natur meiner Seele. Ich freue mich über alle meine Projekte, die in dieser Zeit entstanden sind. Es war ein Heilungsprozess, aus meiner Kindheit. Über die Zeit, sind noch andere Themen dazugekommen und diese Prozesse dahinter, dass nenne ich heute Selbsterkenntnis.

Was bedeutet „Reinweiß“ für Dich?

Der Name kam mir vor einigen Jahren in den Sinn und nicht mehr los. In Verbindung mit dem Nähen, fand ich das eine gute Sache. Denn mein „Paradekissen Upcycling“ hatte jetzt irgendwie eine „Marke“. Allerdings war mir von Anfang an wichtig, dass ich auch schreibe. Geschichten, Blogbeiträge, E-Books usw. Deshalb, habe ich mit dem Raum gespielt. Raum für Reines & Weißes. Heute ist es viel mehr als das und drückt sicherlich noch nicht den Kern der Sache aus. Als Künstlerin verstehe ich mich erst, als eine Dame das auf dem Markt zu mir sagte, die meine Produkte begeistert anschaute. 

Reinweiß ist deshalb Lebenskunst. Reinweiß ist Raum für Selbsterkenntnis. Reinweiß ist Raum für mich und andere Menschen. In reinem weiß, ist meine Leinwand, wenn ich anfange zu Malen. Auf reinem weißem Papier, beginne ich meine Texte zu schreiben, meine Geschichten, meine Selbstreflektionen, meine Bilder, meine Comics und die dürfen bunt sein. So bunt wie das Leben!

Wohin wird sich Reinweiß verändern?

Da vertraue ich vollkommen meinem Leben. Auch wenn wir im Marketing, etwas anderes Lernen und Zielen hinterherjagen und Jahresplanungen machen. Das wäre nicht ich, das ist Marketing. Reinweiß darf weiter lebendig bleiben, mit einem sanften Marketing. Nichts Festgeschriebenes, wie in einem Buche. Ein Raum unbegrenzter Möglichkeiten, auch wenn der Raum selbst, eine Grenze darstellt. Ein Ort der Selbstbestimmung und Ganzheitlichkeit. Da ist noch ganz viel Potenzial!

Wo glaubst Du, dass es schwierig werden könnte?

Na ja, die Menschen gewöhnen sich gerne an etwas. Die Schwierigkeit besteht darin, das wofür wir einstehen, dass was uns wichtig ist, immer wieder im äußeren Leben zu zeigen, sodass das äußere Leben zum Ausdruck der inneren Haltung wird. Das Modewort dazu ist Authentizität. Der Mensch der authentisch lebt, schafft es sein Äußeres Leben nach seinem inneren Leben zu verwirklichen. Dazu gehört für mich auch, mal etwas über den Haufen zu werfen, was vor ein paar Jahren noch gut war für mich. Vielleicht sehen, dass einige Menschen nicht so, denen bin ich vielleicht zu sprunghaft, sie lesen vielleicht meinen Blog nicht mehr. Andere spüren das ich ehrlich bin und es kommen neue Leser dazu. Viele zeigen mir bereits, dass es wichtig ist, was ich da mache.

Welche Fragen bewegen Dich denn jetzt?

Wie ich mit all den Erfahrungen, die ich bis jetzt gesammelt habe, den Menschen helfen kann? Ich weiß, dass wir alle im Stande sind, andere zu inspirieren. Wie schaffe ich es, Menschen zusammen zubringen an einen Ort, in dem genau diese Selbsterkenntnis Prozesse erlaubt sind? Was macht mich aus? Ich weiß, dass ich das kann, weil ich es tagtäglich bei mir mache. Wie kann ich Menschen gut begleiten, in ihren Fragen, wo ihr Platz in der Welt ist? Das sind Fragen, die mich momentan bewegen. Selbst wenn es keine Standardantworten auf diese Fragen geben mag, ist es entscheidend, dass diese Fragen immer wieder gestellt werden und sich Menschen mit diesen und ähnlichen Sinnfragen auseinandersetzen.

Warum tust Du das, was du tust?

Wir Menschen sind von Natur aus Herdenwesen und als solche empfinden wir eine größere Befriedigung, wenn wir uns gegenseitig helfen und es einem nicht darum geht dem anderen überlegen zu sein, den anderen sozusagen zu „besiegen“. Insofern sollten wir uns selbst auch nicht all zu wichtig nehmen, denn wir sind ein Tropfen Wasser im großen Ozean. Wir alle sind auf unserem ganz eigenen Weg, einer Bewusstseinsreise. Ich schaffe gerne Win-to-Win Situationen. Wenn mir die Menschen erlauben, in ihren Prozessen dabei zu sein, habe ich ja auch etwas gewonnen. 🙂

Was liegt Dir besonders am Herzen?

Die Kunst der Selbsterkenntnis bei jedem einzelnen. Das ist Selbstreflektion und Vergebung. Die richtigen Fragen zu stellen zur richtigen Zeit. Dadurch entsteht ganz viel Heilung, Klarheit und neue Wege. Frieden in Beziehungen und Familien. Vorausgesetzt, jeder ist ehrlich. 

Hättest Du Dein Leben gerne anders gehabt?

Diese Momente gab es zu genüge in meinem Leben, bis ich mich mit meinen Themen und meiner Vergangenheit auseinandergesetzt habe. Klar, hatte ich große Träume. Ich wollte sogar schon Ärztin werden:-) Es bringt nichts, bei den Anderen zu schauen oder neidisch zu sein. Beim näheren Hinschauen, will ich mit niemandem tauschen. Und so geht es den Menschen auch mit mir. Ich habe zu jeder Zeit, die richtige Entscheidung getroffen und bin jetzt da wo ich bin. Unter meinen Voraussetzungen, die ich hatte, habe ich versucht das Beste aus Allem zu machen. Und das ist gut so!

Welche Menschen inspirieren Dich und warum?

Ich habe keine direkten Vorbilder. Mich inspirieren Menschen, die ihr Ding machen und ehrlich sind. Mit Heuchlern, kann ich nix anfangen. Einige Zeit war mir Unabhängigkeit sehr wichtig. Aber so richtig unabhängig wird man nicht wirklich. Selbst Menschen die es anscheinend sind, brauchen wiederum andere Menschen, mit denen sie beispielsweise ihr Geld verdienen, die ihre Produkte oder Dienste kaufen. Auch wenn sie irgendwo in einem unabhängigen Land leben. So ist das mit der Symbiose. Wir alle sind irgendwie ein Rädchen, im großen Getriebe. Also bin ich doch von jedem einzelnen inspiriert, der es schafft, sich selbst zu leben. 

Wie schaffst Du es Dich immer wieder selbst zu reflektieren? Hast Du ein paar interessante Tipps?

Der Weg in die Natur und die körperliche Bewegung helfen mir. Die alten griechischen Philosophen wanderten in Wandelhallen und diskutierten im Gehen. Wenn man sich dem „leicht Mühsamen“ hingibt, entstehen im Kopf auch andere Gedanken – es passiert etwas in uns, das sitzend nicht möglich ist. Ich führe richtige Selbstgespräche, wenn ich mit unserem Hund unterwegs bin. 

Auch durch Meditation bzw. Ruhe / Stille und auch geführte Seelenreisen, komme ich in diese Prozesse. Über Selbstwahrnehmung gelange ich hierbei zur Selbstreflektion und zur Kunst der Selbsterkenntnis. 

Und natürlich alles aufschreiben hilft mir um Monate später, mal wieder darin zu lesen. Was einmal aufgeschrieben ist, ist wie ein runterschreiben. Aus dem Herz schreiben. Das Herz Freischreiben. 

Was hat ganzheitliche Hausreinigung, mit Selbsterkenntnis zu tun? 

Sehr viel. Die ganzheitliche Hausreinigung ist die Summe aller Teile, in denen Reinigung stattfinden kann. Und da der Mensch immer etwas mit dem Haus zu tun hat, in dem er lebt, ist es notwendig den Menschen selbst zu reinigen. Körper, Geist und Seele als Einheit zu sehen für alle Prozesse. Z.B. Einen Glaubenssatz zu löschen über sich und die Welt, damit sich dieser nicht als Krankheit im Körper manifestiert. Oder mit Liebevollen Händen das Haus putzen und sich selbst dabei ganz nah zu sein, das ist die Kunst der Selbsterkenntnis im Alltag. 

Warum scheuen sich so viele Menschen vor diesen Prozessen?

Selbsterkenntnis ist Selbstreflektion, und das kann oft sehr weh tun. Dazu gehört für mich auch eine große Portion Mut, hinter seine eigenen Kulissen zu schauen. Sich selbst nichts vorzumachen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Was wiederum mit Selbstliebe zu tun hat und es sich Selbst wert zu sein. Das ist auch das grundlegende Thema, was letztendlich hinter all den Masken steckt.

Was hält die Kunst der Selbsterkenntnis denn noch bereit?

Das Gefühl nicht fremdbestimmt zu sein, die Eigenständigkeit und Selbstgestaltung, sein Leben zu kreieren. Das ergibt sich für mich aus der Selbsterkenntnis. Stell Dir immer drei Fragen:

WILL ich das? Will ICH das? Will ich DAS?

Wenn nämlich das Leben eine Stimmigkeit aufweist, wenn das, was einem wichtig ist umgesetzt werden kann und die eigenen Wertvorstellungen im Alltag gelebt werden können, dann stellt sich auch Erfolg im Leben ein.

Die Kunst der Selbsterkenntnis, den eigenen Weg gehen ©Reinweiß by Susanne Reinhold

Die Kunst der Selbsterkenntnis, den eigenen Weg gehen ©Reinweiß by Susanne Reinhold

Die Kunst der Selbsterkenntnis, in einem Gespräch mit mir. Herzlichen Dank Susanne, für Deine Offenheit!

Dankeschön senden an Susanne ©Reinweiß by Susanne Reinhold

Dankeschön senden an Susanne ©Reinweiß by Susanne Reinhold


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